Die Welt der Motorradrennen einfach erklärt

motogp

Der Motorrad-Straßenrennsport hat in den letzten Jahren einen großen Aufschwung erlebt. Sowohl die MotoGP als auch die WSBK haben einen Zustrom an Talenten und Dramatik erlebt, und die MotoAmerica-Serie hat dort weitergemacht, wo die AMA-Serie mit dem Rennsport in den USA aufgehört hat. Die verschiedenen Klassen und Rennen zu verstehen, kann verwirrend sein, aber dafür sind wir ja da.

MotoGP vs. alles andere

Die MotoGP ist die erste Form des Motorrad-Straßenrennsports in der Welt und zeichnet sich durch zwei Hauptunterschiede aus. Erstens zieht sie die besten Fahrer der ganzen Welt an, da es die Hauptbühne ist Ein MotoGP-Motorrad zu fahren bedeutet, zu den Besten zu gehören, die je auf zwei Rädern unterwegs waren, selbst wenn man nur ein Nachzügler ist.

Zweitens sind die Motorräder allesamt komplett maßgefertigte Prototyp-Maschinen. Das bedeutet, dass sie zwar zu Forschungs- und Entwicklungszwecken eingesetzt werden, aber nur wenig oder gar nichts mit den Motorrädern gemeinsam haben, die mit denselben Logos in den Verkaufsräumen stehen.

Innerhalb der MotoGP gibt es drei Klassen, die in etwa mit den Klassen der anderen Serien übereinstimmen. In der MotoGP, der Königsklasse, werden Motorräder mit 1.000 ccm Hubraum eingesetzt. Auch die Buchmacher bieten für die MotoGP mit Abstand die meisten Wetten an.

Anstatt, dass jeder Hersteller seinen eigenen Moto2-Motor herstellt, haben diese Motorräder alle denselben 600-ccm-Viertaktmotor, einen Honda CBR600RR-Motor, der von einer Firma namens ExternPro getunt wurde.

Die Moto 3-Motorräder sind alle 250-ccm-Einzylinder-Maschinen. Und obwohl diese „Babyklasse“ von der Leistung her extrem nah beieinander liegt, ist sie für die Hersteller ein heiß umkämpfter technischer Wettbewerb. Seltsamerweise sind die Kosten für die Moto3 angeblich 2-3 Mal so hoch wie in der Moto2-Klasse.

Welt-Superbike

Während die MotoGP ein reines Schaufenster dafür sein soll, was Marken mit unbegrenzten Ressourcen erreichen können, ist es die WorldSBK, von der wir tatsächlich etwas lernen können. Im Gegensatz zu den Prototypen, die in der GP verwendet werden, basieren die WSBK-Maschinen alle auf den Maschinen, die man im örtlichen Autohaus finden kann.

Auch hier sind die Motorräder in die Kategorien der bei uns erhältlichen Motorräder aufgeteilt, 600 ccm und 1.000 ccm, aber diese Serie ist noch einmal unterteilt. Beide Kategorien sind in „Superstock“ und reguläre „Supersport“ oder „Superbike“ unterteilt, um zu unterscheiden, wie viel Aftermarket-Unterstützung sie erhalten können.

Auf der obersten Ebene haben wir also Superbike und Superstock 1000. Die Superbikes haben je nach Anzahl der Zylinder einen Hubraum zwischen 750 und 1.200 cm³ und erhalten Modifikationen an den Motorteilen, dem Managementsystem, dem Auspuff, der Aufhängung und den Bremsen. Auf dieser Stufe erhalten sie auch spezielle Reifen von Pirelli, die ihre Serienreifen entwickeln.

Die Superstock-1000-Motorräder werden dagegen so weit wie möglich im Originalzustand belassen. Die Teams tauschen nur die Aufhängung und den Auspuff aus, fügen Rennplastik hinzu und nehmen kleine Änderungen an der Ergonomie vor.

Dann gibt es noch Supersport und Superstock, die 600-ccm-Klassen, in denen je nach Zylinderzahl Motoren zwischen 400 und 750 ccm erlaubt sind. Wie bei den Liter-Motorrädern erhalten die Supersportler eine größere Auswahl an Upgrades und Optionen, während die Superstock-Motorräder nur Änderungen an der Aufhängung und am Auspuff erhalten.

MotoAmerica

Mit dem Wegfall der AMA Pro Racing ist die US-Präsenz in jeder Form des internationalen Straßenrennsports auf der Strecke geblieben. MotoAmerica, eine neue Serie mit Wayne Rainey an der Spitze, will den Straßenrennsport zurück in die Staaten bringen, und zwar in einem Format, das mehr Amerikaner auf die Weltbühne bringen kann.

Zu diesem Zweck sind die Klassen identisch mit denen der WorldSBK, so dass ein Fahrer, der gute Leistungen erbringt oder von dem ein Team glaubt, dass er erfolgreich sein kann, den Sprung leicht schaffen kann. Die MotoAmerica hat noch nicht so richtig Fuß gefasst und ihr TV-Deal mit BeIN Sports wurde erst einen Tag vor dem ersten Rennen der Saison abgeschlossen.

Aber sie haben mit Fahrern wie Josh Hayes, Cameron Beaubier, Roger Hayden, Corey Alexander, Jake Gagne, dem Privatfahrer Benny Solis und einem Jungen, der hoffentlich das nächste amerikanische Phänomen in Joe Roberts sein wird, einige unglaubliche Fahrer angezogen.

Die MotoGP ist oft die einfachste Form des Straßenrennsports, und wie bei den meisten Sportarten ist es leicht, sich nur auf die Königsklasse zu konzentrieren und den Rest als mindere oder verwässerte Versionen zu betrachten. Aber Motorradrennen sind anders. Einem Moto2-Fahrer beim Einlenken in die Kurve oder einem Moto3-Fahrer beim Überholen zuzusehen, ist eine ganz eigene Art von Spannung.

Und wie in der MotoGP sind es oft die Persönlichkeiten der Fahrer, ihre Leistungen und die Geschichten zwischen ihnen und anderen Fahrern, die es interessant machen. Und das gibt es überall, wenn man genau hinschaut.

Teilen
Dieter
Über den Autor

Vom König Fußball, über Handball, Basketball und Tennis, bis hin zu hierzulande beliebten Wintersportarten: Schon seit Jahren verpasse ich nichts Wichtiges bezüglich der Online-Wetten. Auf diesem Blog präsentiere Ich in erster Linie meine Tipps zur Admiral Bundesliga und der Champions League. Lust auf Top-Quoten? Das ist der perfekte Ort dafür!

Back to Top